Die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) entscheidet über den Pflegegrad — und damit über die Leistungen der Pflegekasse. Viele Menschen zeigen sich beim Termin von ihrer besten Seite und werden dadurch zu niedrig eingestuft. Wir bereiten Sie strukturiert vor, begleiten Sie auf Wunsch beim Hausbesuch und bleiben bis zum Bescheid an Ihrer Seite.
Wir sichten Ihre Unterlagen — Arztberichte, Medikationsplan, Hilfsmittel — und legen mit Ihnen ein Alltagstagebuch an: Wobei wird Hilfe gebraucht, wie oft, wie lange. Das ist die Grundlage, auf der der MD Ihren Bedarf beurteilt.
In einem Probegespräch gehen wir die typischen Fragen des Medizinischen Dienstes durch. Sie wissen danach, worauf es bei der Einstufung ankommt — und wie Sie Ihren Alltag realistisch schildern, statt aus Höflichkeit zu beschönigen.
Auf Wunsch sind wir beim Hausbesuch dabei und dokumentieren den Ablauf. Kommt der Bescheid, besprechen wir das Ergebnis. Passt die Einstufung nicht zur tatsächlichen Situation, unterstützen wir Sie bei einem fundierten Widerspruch.
Der MD bewertet, wie selbstständig ein Mensch seinen Alltag bewältigt — unter anderem in den Bereichen Mobilität, geistige und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Selbstversorgung, Umgang mit Krankheit und Therapie sowie Gestaltung des Alltagslebens.
Entscheidend ist der normale Alltag, nicht der beste Tag. Ein guter Tag beim Termin führt schnell zu einer zu niedrigen Einstufung. Deshalb zählt das Alltagstagebuch so viel: Es zeigt, wie es an den anderen Tagen aussieht — und macht die Einschätzung des Gutachters überprüfbar.
Wir prüfen, welche Berichte, Pläne und Nachweise vorliegen und was noch fehlt. Beim Termin liegt dann alles griffbereit — das spart Zeit und macht einen strukturierten Eindruck.
Mit einfachen Vorlagen halten Sie fest, wobei täglich Hilfe nötig ist. Das Tagebuch ist beim Hausbesuch das stärkste Argument — konkreter als jede mündliche Schilderung.
Eine erfahrene Pflegefachkraft ist auf Wunsch beim Hausbesuch dabei, ergänzt aus fachlicher Sicht und achtet darauf, dass nichts Wichtiges unerwähnt bleibt.
Wir lesen den Bescheid mit Ihnen und gleichen ihn mit der dokumentierten Situation ab. Weicht die Einstufung ab, formulieren wir gemeinsam den Widerspruch. Den Weg dorthin beschreibt auch unsere Seite Pflegegrad beantragen.
Mit dem Pflegegrad stehen Ihnen konkrete Leistungen zu — von der Grundpflege über den Entlastungsbetrag bis zur Verhinderungspflege. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das neue Budget sinnvoll einsetzen.
Die Begutachtung selbst kostet Sie nichts — der Medizinische Dienst wird von der Pflegekasse beauftragt. Auch unsere Erstberatung zur Vorbereitung ist kostenlos.
| Kostenträger | Leistung | § | Betrag |
|---|---|---|---|
| Pflegekasse | Begutachtung durch den Medizinischen Dienst im Rahmen des Pflegegrad-Antrags — inklusive Wiederholungs- und Höherstufungsbegutachtungen. | SGB XI | kostenfrei |
| SAV Pflegeleicht | Erstberatung zur Vorbereitung: Einschätzung, Checklisten, Vorlage für das Alltagstagebuch. | kostenlos | |
| Privat | Weitergehende Begleitung auf Wunsch — etwa die persönliche Anwesenheit beim Termin. Umfang und Preis besprechen wir vorher transparent. | nach Absprache |
Für unsere Pflegekunden gehört die Unterstützung rund um Begutachtungen zur laufenden Betreuung. Stand: Juli 2026. Ihren individuellen Anspruch prüfen wir im kostenlosen Erstgespräch.
Der Begutachtungstermin steht schon — oder der Antrag ist gerade erst gestellt? Wir sagen Ihnen, wie Sie sich jetzt am besten vorbereiten. Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden.
Der MD meldet den Hausbesuch schriftlich mit Termin an, nachdem die Pflegekasse ihn beauftragt hat. Sobald der Termin feststeht, sollten Sie mit der Vorbereitung beginnen — melden Sie sich gern bei uns, wir gehen die Schritte gemeinsam durch.
Ja, unbedingt. Angehörige erleben den Alltag und können ergänzen, was die pflegebedürftige Person aus Höflichkeit oder Stolz nicht erwähnt. Zusätzlich kann auf Wunsch eine Pflegefachkraft von uns teilnehmen und die fachliche Perspektive einbringen.
Sich besser darzustellen, als der Alltag ist. Viele Menschen mobilisieren beim Termin alle Kräfte — der Gutachter sieht dann einen guten Tag und stuft zu niedrig ein. Schildern Sie den normalen Alltag, auch die schlechten Tage. Das Alltagstagebuch hilft, dabei konkret zu bleiben.
Dann können Sie gegen den Bescheid Widerspruch einlegen. Wichtig ist eine sachliche, belegbare Begründung — etwa durch das Alltagstagebuch und Arztberichte. Wir prüfen den Bescheid mit Ihnen und unterstützen bei der Formulierung.